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CO₂-Fußabdruck der Organisation oder des Produkts – was sollten Sie wissen?

Veröffentlicht

27. September 2024

Fußspuren auf Gras

Mit wachsendem Umweltbewusstsein und strengeren Emissionsvorschriften wird das Verständnis und die Überwachung des CO₂-Fußabdrucks zu einer zentralen Managementaufgabe.


Was ist der CO₂-Fußabdruck einer Organisation?

Er umfasst sämtliche Treibhausgasemissionen aus der Tätigkeit eines Unternehmens oder einer Institution: direkte Emissionen etwa aus Kraftstoffverbrennung in Fahrzeugen und Produktionsprozessen sowie indirekte Emissionen aus Strom und Wärme.

Klassifikation nach GHG Protocol

Das GHG Protocol ist ein zentrales Werkzeug für Emissionsinventare, Kategorisierung und Berichterstattung. Es unterscheidet:

  • Scope 1: direkte Emissionen aus stationärer Verbrennung, Produktion und eigenem Fuhrpark.
  • Scope 2: indirekte Emissionen aus eingekauftem Strom, Wärme oder Dampf.
  • Scope 3: alle weiteren indirekten Emissionen, etwa Mitarbeiter- und Kundentransport, Rohstoff- und Dienstleistungsbezug sowie Abfallentsorgung.

Unsere Webinare erklären Berechnung, Faktordatenbanken und CO₂-Berichte:

📌 Organisatorischer CO₂-Fußabdruck – Webinar vom 6. Juni 2024

📌 Organisatorischer CO₂-Fußabdruck – Webinar vom 3. Juli 2024


Kategorien nach ISO 14064

ISO 14064 liefert einen Rahmen zur Messung, Berichterstattung und Verifizierung organisatorischer Treibhausgasemissionen. Die sechs Kategorien sind:

  1. Direkte Emissionen und Entnahmen von Treibhausgasen
  2. Indirekte Emissionen aus importierter Energie
  3. Indirekte Emissionen aus Transport
  4. Indirekte Emissionen aus von der Organisation verwendeten Produkten
  5. Indirekte Emissionen aus der Nutzung eigener Produkte
  6. Indirekte Emissionen aus anderen Quellen

Was ist der Produktfußabdruck?

Er ist die Summe aller Treibhausgasemissionen im gesamten Lebenszyklus eines Produkts: Rohstoffgewinnung, Herstellung, Transport, Nutzung und Entsorgung. Die detaillierte Analyse zeigt, an welchen Lebenszykluspunkten Emissionen verringert werden können.

Vorteile der Analyse

Methoden wie LCA erfassen und quantifizieren sämtliche produktbezogenen Emissionen. Sie ermöglichen die Identifikation emissionsintensiver Phasen, Reduktionsmaßnahmen in jeder Phase sowie effizientere Produktion und Logistik.


Webinare zu Produktfußabdruck und LCA:

📌 Produktfußabdruck – Webinar vom 12. Juni 2024

📌 Produktfußabdruck – Webinar vom 5. Juli 2024


Wie lässt sich der Fußabdruck verwalten?

Messen

Regelmäßige Überwachung und Berichterstattung mit Emissionssoftware, Energieaudits und Datenanalysen schaffen ein genaues Bild.

Reduzieren

Energieeffizienz, umweltfreundlichere Rohstoffe, optimierte Lieferketten und moderne Energiemanagementsysteme senken Emissionen.

Kompensieren

Aufforstung, erneuerbare Energie und andere Ausgleichsprojekte neutralisieren nicht vermeidbare Emissionen.

Informieren und einbinden

Schulungen, Informationskampagnen und Nachhaltigkeitsinitiativen beziehen Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden ein.

Fazit

Das Verständnis beider Fußabdrücke ist für wirksames Emissionsmanagement entscheidend. Es erfordert dauerhaftes Engagement und Präzision, erfüllt aber nicht nur Vorschriften: Es stärkt Vertrauen, Effizienz, Klimabereitschaft und Wettbewerbsfähigkeit und unterstützt eine nachhaltigere Zukunft.