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ESRS und CSRD – europäische Nachhaltigkeitsstandards und CO₂-Berichterstattung

Veröffentlicht

12. September 2025

ESRS- und CSRD-Schriftzug mit Symbolen für Ökologie und Nachhaltigkeit auf grünem Hintergrund.

Erfahren Sie, was ESRS und CSRD bedeuten, welche Pflichten daraus entstehen und wie Unternehmen sich praktisch vorbereiten, Risiken vermeiden und ihr ESG-Datenmanagement verbessern.


Einführung

Seit 2024 ist Nachhaltigkeits- und CO₂-Berichterstattung nicht mehr nur Sache globaler Konzerne. CSRD und die detaillierten ESRS verpflichten Tausende EU-Unternehmen zu präzisen, verlässlichen und prüfbaren Emissionsangaben. ESG-Daten werden ebenso wichtig wie Finanzberichte.

CSRD und ihre Bedeutung

Anwendungsbereich

  • Ab 2025: große, bereits nach NFRD berichtende Unternehmen.
  • Ab 2026: große Unternehmen, die zwei von drei Kriterien erfüllen: mehr als 250 Beschäftigte, 40 Mio. EUR Umsatz oder 20 Mio. EUR Vermögen.
  • Ab 2027: börsennotierte KMU.
  • Später: Nicht-EU-Unternehmen mit wesentlicher Tätigkeit in Europa.

Doppelte Wesentlichkeit

Berichtet werden sowohl Auswirkungen externer Faktoren auf das Unternehmen (finanzielle Wesentlichkeit) als auch Auswirkungen des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft (Auswirkungswesentlichkeit).

Sanktionen und Risiken

Nichterfüllung kann finanzielle Sanktionen, Vertrauensverlust bei Investoren und Ausschluss aus berichtspflichtigen Lieferketten verursachen.

ESRS – neue ESG-Berichtsstandards

Die zwölf Standards umfassen allgemeine Anforderungen (ESRS 1–2), Umwelt (E1–E5), Soziales (S1–S4) und Unternehmensführung (G1). Entwickelt werden sie von EFRAG im Einklang mit der EU-Klimapolitik.

Zentral ist ESRS E1 – Klimawandel. Gefordert werden Emissionen nach Scope 1, 2 und 3, Reduktionsziele, Transformationspläne sowie Dekarbonisierungsmaßnahmen und Ergebnisse. Kennzahlen sind Gesamtemissionen in t CO₂e, Emissionsintensität, Energiefaktoren und Fortschritt gegenüber Klimazielen.

Treibhausgasemissionen

  • Scope 1: direkte Emissionen, etwa Brennstoffverbrennung.
  • Scope 2: Emissionen aus Strom und Wärme.
  • Scope 3: indirekte Emissionen der Wertschöpfungskette.

Scope 3 ist meist am schwierigsten und macht in vielen Branchen 80–90 % der Gesamtemissionen aus.

Energie und Scope 2

Emissionen hängen vom nationalen Energiemix ab. Bei der standortbasierten Methode zählt der Landesdurchschnitt; die marktbasierte Methode berücksichtigt die tatsächliche Energiequelle, etwa PPAs oder Herkunftsnachweise. Trotz wachsender erneuerbarer Energien bleiben fossile Quellen relevant.

Power Purchase Agreements (PPA)

On-site-PPA nutzen Anlagen am Unternehmensstandort, Off-site-PPA liefern über das Netz, virtuelle PPA sind finanziell abgerechnete Verträge. Vorteile sind geringere Scope-2-Emissionen, stabilere Energiekosten und glaubwürdigere ESG-Berichte. Herausforderungen sind lange Verhandlungen, Laufzeiten von 10–15 Jahren und regulatorische Risiken.

PPA ermöglichen marktbasierte Berichte; Herkunftsnachweise belegen erneuerbare Quellen. Beispiele sind Windkraftinvestitionen von IKEA, deutsche PPA von BMW und langfristige Windenergieverträge von BASF.

Unterstützung durch NEOGAGE Carbon Footprint

Das System automatisiert interne und externe Datenerfassung, simuliert die Wirkung von PPA und erneuerbarer Energie und erstellt prüffähige ESRS-/CSRD-konforme Berichte.

Praktische Vorbereitung

  1. Emissionsquellen prüfen und Daten sammeln.
  2. Dekarbonisierungsziele und Werkzeuge wie erneuerbare Energie oder PPA auswählen.
  3. Daten mit digitalen Werkzeugen integrieren.
  4. Einen ESRS-konformen Bericht erstellen.

Fazit

CSRD und ESRS verändern die europäische ESG-Berichterstattung. Wer früh automatisierte Berechnungen und Dekarbonisierung einführt, erfüllt nicht nur Vorschriften, sondern verbessert Finanzierung und Lieferkettenposition. NEOGAGE Carbon Footprint unterstützt von der Berechnung über Reduktionsanalysen bis zum normgerechten Bericht.